Eine alternde Schauspielerin
Gardners größte Rolle in den 1970er Jahren war der Katastrophenfilm Earthquake, der zwar nicht zu ihren besten Filmen zählt, in dem sie aber alles gab und darauf bestand, ihre Stunts selbst zu machen. Das war beeindruckend, aber für viele schien ihre Starpower zu verblassen. Viele sagten, sie sei zu alt für ihren Co-Star, Charlton Heston. Das war besonders respektlos, da die beiden fast gleich alt waren. Das Älterwerden wirkte sich nicht nur auf ihre Karriere, sondern auch auf ihre körperliche Gesundheit aus. Sie entschied sich 1968 für eine Hysterektomie, weil sie nicht wie ihre Mutter an Gebärmutterkrebs erkranken wollte. Sie ahnte nicht, dass sie noch eine ganze Reihe anderer gesundheitlicher Probleme haben würde. Sie war starke Raucherin, hatte Lupus und erkrankte an einer Lungenentzündung. 1986 verschlechterte sich ihre Situation, als sie einen Schlaganfall erlitt, der sie weitgehend behinderte.

Eine alternde Schauspielerin
Erzählt ihre Geschichte
Gardner ging es nach ihrem Schlaganfall sehr schlecht und sie gab Mickey Rooney gegenüber sogar zu, dass sie Selbstmordgedanken hatte. In dieser Zeit beschloss sie, ihre Lebensgeschichte zu erzählen und stellte Peter Evans als Ghostwriter für ihre Memoiren ein. Gardner gab das Projekt auf, als sie erfuhr, dass Evans Frank Sinatra Mafia-Verbindungen nachsagte. Nach Gardners Tod wurden jedoch Evans’ Notizen veröffentlicht, die viele pikante Anekdoten enthielten. Eine dieser Erzählungen betraf ihre Ehe mit Sinatra. Als sie verheiratet waren, wachte sie mitten in der Nacht auf und hörte einen Schuss im Wohnzimmer. Sie vermutete, dass ihr Mann Selbstmord begehen wollte, wovor er sie zuvor gewarnt hatte. Als sie das Zimmer betrat, stellte sie fest, dass ihr Mann gerade durch ein Kissen geschossen hatte und nun lächelnd dasaß.

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